Wirksame Zielregionen im Kenpo
()

 

Im folgenden sollen ein paar ausgewählte Trefferregionen des American Kenpo vorgestellt werden. Wie schon auf unseren Vitalpunktseiten beschrieben, ist die Anwendung von Nervenpunkten ein wichtiger Bestandteil der Methode American Kenpo. Also, als schwächerer einen stärkeren Angreifer bezwingen zu können, bzw. gefährliche Situationen im Nahbereich unter Kontrolle zu bringen. Nicht nur wegen der Wirksamkeit ist es wichtig Schläge gewissenhaft zu trainieren, sondern auch wegen der hohen Verletzungsgefahr  bei Fehlschlägen. Vielfach kann man, gerade auch im American Kenpo, Techniken sehen, die auf Kosten der Zielgenauigkeit, viel zu schnell ausgeführt werden. Das führt dann dazu, dass man für American Kenpo andere Namen findet, wie zB.: "die klatschende Kunst".

Sehr interessante Seiten zum Thema "Erste Hilfe" findet man bei Dim-Mak.de. In unserer Tabelle sind nur ausgewählte Techniken, Punkte und Wirkungen dargestellt!!! Dargestellte Möglichkeiten sind nur der kleine Teil einer ganzen Abwehr- und Check-Kette, sie werden in den seltensten Fällen allein zur Bekämpfung eines Angreifers ausreichen.

Noch für die, die jetzt sagen: " Die springen ja auch nur auf den Zug der Nervenpunkte mit auf".......Ersten sitzen wir  schon seit 15 Jahren mit im Triebwagen und zweitens müssen wir mit teuren Seminaren kein Geld verdienen, oder gelangweilte Schüler davon abhalten zu anderen Lehrern zu gehen.

 

Ziele Technik Wirkung
Kiefer Abgesehen von den Vitalpunkten in dem Bereich, ist besonders der bewegliche Unterkiefer sehr empfindlich gegen Gewalteinwirkung. Seitliche Treffer schieben den Kiefer zur Seite unter Beschädigung der Zähne und bewirken eine Überdehnung der Kiefergelenke. Alle Treffer zum Kopf können außerdem traumatische Verletzungen der Halswirbelsäule durch übermäßige Überstreckungs- (Hyperextension) und Rotationsbeanspruchungen mit sich bringen. Hier vorwiegend im Bereich knöcherner Strukturen, vorwiegend im Bereich von Bandscheiben, Bändern und Gelenkkapseln oder im Bereich von Knochen und Weichgeweben.
Hals Im seitlichen Halsbereich kommen meist Vitalpunkte als Ziel in Betracht. Der wichtigste ist hier der sinus caroticus (Magen 9). Im Halsbereich befinden sich so viele Punkte, dass man theoretisch blind schlage könnte, ohne was zu wissen. Aber wie gesagt, nur theoretisch, denn....

Unwissende Stimulierung irgendwelcher Punkte in welcher Form auch immer, können schlimme Verletzungen erzeugen, oder sogar zum Tod führen. Das ist kein Werbegag!!! Also, Unerfahrene, Buchleser, Selbsternannte und Videokäufer, lasst die Finger von unqualifizierten Experimenten! (Mr. Dillman würde jetzt schreiben: Kauft meine Bücher und besucht meine Seminare!  ;-)

Im vorderen Bereich ist es meist die Verletzung des Kehlkopfes.  Der Kehlkopf ist ein kompliziertes Gebilde aus Knorpeln, Muskeln, Bändern und Schleimhäuten. Seine filigrane Struktur ermöglicht u.a. einen differenzierten Gebrauch für die Stimmgebung. Verletzungen können hier schon durch die schwächsten Techniken geschehen, also in diesem Bereich besondere Vorsicht!!

Oberarm Schlagen des Oberarms auf Punkt  Herz 2  mit einem Chop bewirkt schnell die Paralysierung des Armes und Freiraum für weitere Aktionen. Im American Kenpo wird er oft von schräg vorn angesprochen und die Technik wird dann weitergeführt zu einem Outward Handsword zum Hals.  Infos über weitere Punkte im Armbereich kann man auf den Seiten von Sensei Weisflog ansehen.
Nase Einer der wohl empfindlichsten Punkte ist Dumai 26. Dieser Punkt wird im angezeigten Link weiter beschrieben. Es braucht zum ansprechen sehr wenig Kraft, desto mehr kommt es auf die genaue Ausführung der Technik an. Folgewirkungen auch hier für den Halswirbelsäulenbereich (siehe auch unter "Kiefer").
Kinn Abgesehen von den Vitalpunkten in dem Bereich, ist besonders der bewegliche Unterkiefer sehr empfindlich gegen Gewalteinwirkung. Seitliche Treffer schieben den Kiefer zur Seite unter Beschädigung der Zähne und bewirken eine Überdehnung der Kiefergelenke. Alle Treffer zum Kopf können außerdem traumatische Verletzungen der Halswirbelsäule durch übermäßige Überstreckungs- (Hyperextension) und Rotationsbeanspruchungen mit sich bringen. Zum Beispiel durch absichtlichen Ansatz der Technik von der Seite. Hier Schädigung vorwiegend im Bereich knöcherner Strukturen, vorwiegend im Bereich von Bandscheiben, Bändern und Gelenkkapseln oder im Bereich von Knochen und Weichgeweben.
Rippen Die seitlichen Rippen sind nicht durch eine Muskulatur geschützt, deswegen ein sehr gutes Ziel für Angriffe. Extremangriffe (Punch, Knee, Ellbow...)verursachen Frakturen, leichte  dagegen haben eher Vitalpunkte im Visier.

Da wären drei Punkte, die man sehr gut ansprechen kann: Gallenblase 25, Leber 13 und Milz 21. Techniken sind oft Middleknuckle Fist, Raking Techniques, Backknuckle und Handsword. Vitalpunktstimulationen haben meist das absacken des Beines auf der Angriffsseite zu Folge, was in Verbindung mit einer Armkontrolle gut zum Kontrollieren der gegnerischen Füße ist.

Magen Obwohl der Unterbauchbereich durch Bauchmuskeln sehr gut geschützt werden kann, sind Angriffe in diese Richtung  nicht zu verachten. Dies besonders im Zusammenwirken mit "Vorbereitungstechniken" um die Spannung aus den Bauchmuskeln des Gegners zu bekommen. Angriffe in dieser Region können auf der zentralen Mittellinie oder auch daneben kommen. Sind die Bauchmuskeln nicht gut genug gespannt, können hier innere Organe verletzt werden. Die Lunge kann einen Schock bekommen, was kurzzeitig das Atmen unmöglich macht.
Solar Plexus Viele Kampfkünstler gefragt, welche Technik sie zum Solar Plexus schlagen würden, nennen doch da tatsächlich den normalen Fauststoß. Dieser kann, bei anatomischer Betrachtung, meist nur die Rippen schädigen, Hämatome (blaue Flecken) bringen und zuviel unnötigen Krafteinsatz fordern. Um hier halbwegs Wirksam zu sein, sind Techniken wie Middleknuckle Fist und diagonale Endstellung der Faust ratsam. Fingerstiche erfordern in diesem Bereich Hände wie ein Bär, man kann es getrost vergessen. Vitalpunkt wäre hier der Renmai 15. Dessen Folge ist meist ein nach vorn kommen des Oberkörpers, im Kenpo gut zu nutzen, um den Kopf weiter zu uns zu bringen für Folgetechniken. Sensei Berwing bezeichnet Renmai 15  auch als "Grenzpunkt". Alle Angriffe, die oberhalb treffen  bewirken, dass der Oberkörper nach hinten geht. Alles was unterhalb trifft bringt ihn nach vorn.
Hals Diese Festhalte (zu finden beim "Sleeper") hat nicht unbedingt den Zweck dem Angreifer die Luftzufuhr abzudrehen, sollte es dennoch passieren....auch schön. Eigentlich sollte hier ein Druck auf den sinus caroticus (Magen 9) entstehen. Die Wirkung hierzu siehe unter angezeigtem Link.
Arm Alle drei Bilder zeigen eine kleine Auswahl der Möglichkeiten des Ansprechens des 3-Erwärmer 11. Dieser Punkt kann geschlagen oder gedrückt (mittels Fingerknöchel oder Unterarm) werden. Je nach Anwendung (Schlagintensität/ Einsatz weiterer Waffen) kann es von einer kurzzeitigen Paralysierung des Armes bis hin zum Bruch des Gelenkes führen.
Hand Besonders gut für die Befreiung von Umklammerungen eignet sich ein Knöchelschlag auf  den gegnerischen Handrücken. Dabei ist es nicht mal so wichtig einen bestimmten Punkt zu treffen, wichtiger ist die Ausführung der Technik. Wie in der Abb. zu sehen sollte man möglichst mit beiden Knöcheln und zugleich kräftig schlagen. Aber wiederum nicht so kräftig, als wenn man einen Bruchtest durchführen will. Wie wenig Kraft man eigentlich braucht, kann man in einem Training ganz schnell selber  feststellen.
weiter zu Beintechniken später.....

American Kenpo.de  Server e-mail
Tel.: 0700-53676258