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Achtet man auf die Art und Weise wie der Gegner atmet, kann man angreifen wenn der Gegner einatmet und dadurch seine Techniken wirksamer machen. Eine korrekte Atmung für ein Maximum an Effizienz ist nicht nur für Kenpo wichtig, sondern auch für alle anderen Sportarten. Atmet man beim Schwimmen nicht richtig, wird man langsamer. Die richtige Ausatmung des Boxers durch die Nase, gibt ihm mehr Power.
![]() Atmet man zu flach, nutzt man nur einen geringen Teil der gesamten Lungenkapazität, man atmet nicht genügend Sauerstoff ein und Kohlendioxid wird unvollständig abgeatmet. Hierdurch wird das Blut verunreinigt, welches Muskeln und innere Organe in der Folge schlechter mit Nährstoffen versorgt. Die Folgen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Herabsetzung der Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und die Blutgefäße werden in Mitleidenschaft gezogen und Venenleiden begünstigt. Im Kampfsport wird die tiefere Bauchatmung (Zwerchfellatmung oder Hara-Atmung) genutzt. Bei dieser Atmung werden die Bauchmuskeln und das Zwerchfell benutzt, dass heißt die Atmung erfolgt durch heben und senken des Zwerchfells. Die einen benutzen diese Art der Atmung , um gesund zu bleiben, andere um ein Maximum an Kraft zu erzeugen. Gleich ob für Gesundheit oder Kraft, die Methode ist die selbe. Östliche Kulturen haben sich eine Fülle an Wissen angeeignet über die Atmung, diese fließen auch in das alltägliche Leben ein.
Wenn wir einatmen geht Sauerstoff ins Blut. Diese Verbindung, eine Form der Verbrennung, reinigt das Blut und reichert es mit Sauerstoff an. Dann wird es zurück zum Herz gepumpt und zirkuliert im ganzen Körper. Unreinheiten aus dem ganzen Körper werden bei der Ausatmung nach außen transportiert. Die richtige Atmung ist also unbedingt erforderlich. Die Lungen müssen trainiert werden, damit sie ein Maximum an Verunreinigungen aus dem Blut nehmen können. Schlechtes Blut würde den Kreislauf vergiften. Um ein Maximum an Kraft für die Technik zu erzeugen, ist eine richtige Atmung grundlegend, so lehrt es die Tradition der Kampfkünste. Sie lehrt weiterhin, dass ein Schüler mit einem hohen technischen Niveau, nie ein Maximum an Power erzeugen könnte, wenn er nicht parallel zur Technik die Atmung trainieren würde. Das Zusammenwirken zwischen Atmung und innerer Kraft nennt man Chi oder Ki.
Heute versteht jeder die
"krafterzeugendste" Atmungsart sei die Ausatmung. Das ist das falsch, die
Pressatmung erzeugt die meiste Kraft! Warum dann ausatmen während einer Technik?
Der Mensch ist für Pressatmung nicht geschaffen, es können Gesundheitsschäden
durch Blutansammlungen im, oder aber auch mangelhafter Sauerstoffzufuhr
zum Gehirn entstehen. Also, die alten Meister lehrten die Hara-Atmung nicht
wegen der hohen Krafterzeugung, sondern um einfach gesund zu bleiben.
In den Kampfkünsten wird die Luft nicht angehalten (also der Kehlkopfdeckel
verschlossen), sondern unter Kompression, während der Kraftanstrengung, ständig
abgeatmet. Diese Kompression der Luft in den Lungen wird durch Ausatmung mit nur leicht
geöffnetem Kehlkopfdeckel erreicht. Dieser wirkt wie ein Ventil, dass den Luftstrom nach
außen reguliert.
Dadurch entsteht auch das typische Ausatemgeräusch eines Kampfsportlers, dem
Schnarchen ähnlich. Das Schnarchen beim Schlafen wird ja auch auf die selbe Art und Weise
erzeugt, die Muskeln erschlaffen und der Kehlkopfdeckel beginnt sich zu schließen,
dadurch erzeugt die ausströmende Luft diese Geräusch.
Mittels ausatmen oder auch dem Kiai (Kampfschrei) kann man nicht nur die mentale Kraft
und die Technik verstärken, sondern auch physische Krafteinwirkungen von Techniken eines
Gegners auf unseren Körper neutralisieren.
Würde man während so einer Krafteinwirkung auf unseren Körper die Luft anhalten, so
hätte die Luft in der Lunge keine Möglichkeit zu entweichen und sie könnte verletzt
werden (Lungenriss). Der leicht geöffnete Kehlkopfdeckel ist für die Lunge wie ein
Ventil das vor "Überdruck" schützt. Das Luftpolster der Lunge schützt bei
äußerer Krafteinwirkung auch die anderen inneren Organe.
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