Shilla

Das Königreich Shilla im Südosten Koreas entwickelte erst im
5. Jahrhundert seine politische Bedeutung (siehe auch: Geschichte - Shilla). In diesem Königreich wurde der Kontakt zu buddhistischen Ideen nicht über den königlichen Hof geknüpft. Buddhismus war in Shilla zu Anfang eher eine Religion des Volkes. Die Adeligen und der König lehnten diese neue Religion zu Anfang ab.

Die Einführung des Buddhismus in Shilla ist mit einer Legende verbunden:
Als König Põphûng sich mit seinen Ministern über die Frage beriet, ob der Buddhismus angenommen werden solle oder nicht, und sich fast alle gegen die neue Religion aussprachen, bat Ich´adon den König, ihn zu enthaupten, damit er auf diese Weise die Erhabenheit des Buddhismus beweisen könne. Der König befahl daraufhin die Enthauptung. Als dies geschah, flog sein Kopf auf einen Gipfel des Diamantengebirges und aus seinem Hals spritze weißes Blut. Der Himmel wurde dunkel und die Erde bebte. Anschließend regnete es Blumen. Diese mysteriösen Ereignisse überzeugten den König und seine Berater. König Põphûng wurde später zu einem Priester. Er gründete Hûngnyung, das erste Kloster des Königreiches Shilla.

527 wurde der Buddhismus Staatsreligion in Shilla. In dieser Zeit wurden die Kontakte mit China intensiviert. Viele der berühmten Priester des Shilla-Reiches studierten in China. Das Jahrhundert von 660 bis ungefähr 770 war das goldene Zeitalter Shillas und eine Blüteperiode des koreanischen Buddhismus.

Noch heute kann man viele der imposanten Bauten dieser Zeit in Kyõngju bewundern. Besonders sehenswert ist der Höhlentempel Sõkkuram und die Tempelanlage Pulguksa, die beide aus der Mitte des 8. Jahrhunderts stammen.

 

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